Newsletter September 2008

Liebe Zhineng Qigong Freundinnen und Freunde

Ich hoffe, ihr habt alle einen schönen Sommer genossen. Sei es Zuhause oder in den Ferien fernab der Heimat. Dabei war sicher Zhineng Qigong im Gepäck und ihr konntet an ungewohnten Orten praktizieren, wie auf einem Berg, am Meer oder am Sandstrand.

In diesem Newsletter möchte ich gerne mehr zum Thema 100 Tage Gong schreiben. Ein stets faszinierendes Thema, wie ich bei den Kursteilnehmern feststellen kann. Immer wieder tauchen Fragen dazu auf und genau denen widme ich mich heute.

Das Üben eines 100 Tage Gongs bedeutet, eine Übung an 100 aufeinander folgenden Tagen ohne Unterbruch zu üben. In 100 Tagen, was etwas mehr als 3 Monaten entspricht, erneuern sich im Körper ganz viele Zellen. Dadurch kann sich eine neue Gewohnheit bis in die Zellstruktur hinein verankern. Ebenso wird das tiefere Verständnis für die Übung und deine Disziplin, sowie Ausdauer gefördert.

Wir können uns das ganz praktisch anhand einer Schaukel vorstellen. Ihr gebt der Schaukel einen kräftigen Schubs, was ein Workshop sein kann, und die Schaukel beginnt zu Schwingen. Wenn ihr die Schaukel jeden Tag anschubst, bleibt sie in Bewegung und es braucht weniger Kraft, als wenn ihr ein paar Tage warten würdet. Genau so verhält es sich auch mit den Übungen. Durch das tägliche üben bleibt der Qi-Fluss in Bewegung und braucht nicht immer wieder von neuem mit viel Energie in Gang gesetzt zu werden. Es ist dadurch viel leichter.
Das merkt ihr speziell daran, wenn ihr schon eine Weile nicht mehr geübt habt, wie schwer es fällt, wieder in den Rhythmus zu kommen, diesen ersten, anstrengenden Schubs zu vollziehen. Ich bin sicher, ich spreche einigen von euch aus dem Herzen.

Mit der täglichen Übungspraxis stellt sich Routine, Gewohnheit und auch Freude ein. Vermisst ihr Zhineng, wenn ihr für ein paar Tage nicht praktiziert habt, dann habt ihr es integriert. Dabei hilft euch der 100 Tage Gong.

Dies bedeutet:

100 Tage lang dieselbe Übung zu praktizieren. Der Zeitpunkt spielt dabei keine so grosse Rolle. Für manche erleichtert eine regelmässige Zeit die Einplanung in den Tagesablauf. Tipp: Schreibt euch den Gongtermin in eure Agenda ein.

Wenn ihr einen Tag auslasst, beginnt ihr wieder bei Tag eins und sei es am 99. Tag. Ansonsten habt ihr den Qi-Fluss unterbrochen und nur einen 99 Tage Gong gemacht. Das spannende an der ganzen Sache ist aber, diese 100 Tage durchzuhalten und konsequent bis zum Ende dabei zu bleiben. Diese Erfahrung kann euch sehr viel über euch selbst aufzeigen. Zum Beispiel, wie gehe ich mit Strukturen und Vorgaben um? Was macht eine klare Zielvorgabe mit mir? Deshalb finde ich es Empfehlenswert ein 100 Tage Gong Erfahrungs-Tagebuch zu verfassen. Darin könnt ihr eure Gefühle und Erkenntnisse festhalten und zwischen drin auch mal nachlesen, wie ihr herausfordernde Situationen gemeistert habt. Welche Strategien ihr angewendet habt, um dabei zu bleiben. Wenn ihr jetzt findet, das auch noch, ich habe sonst schon keine Zeit, dann nehmt euch die Zeit, ihr tut es für euch. Oder behandelt es einfach nur als Empfehlung, die ihr ausprobieren könnt oder auch nicht.

Als weiterer Tipp, nehmt euch nicht gleich die ganzen 100 Tage auf einmal vor, sondern gliedert sie auf in erst mal 10 dann nochmals 10 oder 20 Tage und geht so Schritt für Schritt an die Sache heran.
Konkret heisst das, dass ich mir eine oder mehrere Übungen aussuche und diese dann 100 Tage in Folge praktiziere. Zum Beispiel 100 Tage Lift Chi up oder als Kombination, Lift Chi up und Wallsquats. Wählt eine Übung mit der ihr euch gerne etwas intensiver und tiefer auseinander setzen möchtet. Das bringt euch weiter und Zhineng beginnt Früchte zu tragen.

Wenn ihr jetzt soviel Motivation getankt habt, dass ihr sofort mit 100 Tagen beginnen wollt, hier klicken zum herunterladen des Formulars. Mit viel Freude könnt ihr an jedem Übungstag ein lächeln malen.

Mit all diesen Informationen wünsche ich euch einen goldenen Herbst und sende viel Qi,

Melanie Keller

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